Suche eingrenzen

Gesamtansicht Rezensionen

3-930735-54-7
Franz Schrekers Bühnenwerke

Die Opern Franz Schrekers (1878 - 1934) erleben seit einiger Zeit eine bemerkenswerte Renaissance auf den deutschsprachigen Bühnen: Der Schatzgräber in Karlsruhe, Flammen und Christophorus in Kiel, Der ferne Klang in Berlin, Die Gezeichneten in Stuttgart - weitere Aufführungen werden folgen. Die Faszinationskraft, die von Schrekers Partituren ausgeht, ist groß: Der Wiener Komponist wußte in seinen musikdramatischen Werken das Menschenbild der Psychoanalyse mit der Klangsinnlichkeit des Fin de siècle suggestiv zu verbinden; er entwickelte ein gleichsam subversives Konzept von 'Modernität', das in der Verweigerung einer einheitlichen Klangsprache und in einer bewußten Hinwendung zum Synkretismus der verschiedensten Stilebenen Ausdruck findet...

3-7954-1422-9
Das Jüngste Gericht

Zur Botschaft des Neuen Testaments gehört der Hinweis auf das Jüngste Gericht für alle Menschen. Die klassische Quelle dafür ist Jesu Ankündigung des Endgerichtes in Mt 25,31 - 46, die in den synoptischen Evangelien ergänzt wird durch Jesu Beschreibung der Endzeit mit ihren Schrecken, Greueln, Anfechtungen und Bedrängnissen (Mt 24; Mk 13; Lk 21). Die Apostel nehmen in ihren Briefen diese Zukunftsfakten mehrfach auf, und die Johannes-Apokalypse schildert in variablen Bildern die Endzeit. In den drei Hauptsymbolen der christlichen Kirche (Symbolum Apostolicum, Symbolum Nicaeno-Constantinopolitanum, Symbolum Athanasianum) wurde dann das Jüngste Gericht für den christlichen Glauben festgeschrieben. ...

3-8062-1395-X
Archäologische Denkmäler in Deutschland

Anzuzeigender Band ist Denkmalführer und historischer Abriß deutscher Denkmalpflege in einem. Zwölf Kapitel umfaßt das reich bebilderte Buch, das - über den Titel hinaus - Rekonstruktionen und Nachbauten auch in anderen Ländern umfaßt. In zwei Abschnitten sind Stein- und Holzrekonstruktionen zusammengefaßt, im Anschluß daran werden Museen und Parks mit archäologischen 'Erlebniswelten' vorgestellt. Eine systematische Erfassung der vor- und frühgeschichtlichen, der keltischen und der römischen Bauten, sowie die der Völkerwanderungs- bis zur ottonischen Zeit in Deutschland schließen den Band ab, der vorgestellte Ergebnisse in einer Zusammenfassung nochmals kurz umreißt. Zum Besuch lädt der 'Katalog der rekonstruierten Bauten' ein, der leider jedoch auf detaillierte Anfahrtshinweise verzichtet.

3-8062-1563-4
Kleine Kunstgeschichte der mittelalterlichen Ordensbaukunst in Deutschland

Ausgangspunkt dieser Studie ist eine zwölf Seiten umfassende Entwicklungsgeschichte des christlichen Mönchtums von den frühen Eremiten / Einsiedlern, Anachoreten und Koinobiten bis zur ersten eigentlichen Klostergründung in Montecassino durch Benedikt von Norcia / Nursia um 530 und der Weiterentwicklung bis zu Beginn des 13. Jahrhunderts.
Aus der Regel des Benedikt, die nach wie vor für alle Orden Gültigkeit hat, gewinnt eine Vorstellung von der Bauanlage eines Klosters, die natürlich aufs engste verbunden ist mit dem mönchischen Leben im Kloster, seiner Verwaltung und der Bewirtschaftung (S. 3 - 15 u. S. 49 - 74).
Die Übergänge von Montecassino bis zum ersten klar konzipierten Klosterplan...

3-423-30726-9
Komponistinnen vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Es ist ein aggressives, ein engagiertes, ein aufklärendes, summa summarum ein höchst lesenswertes Buch. Weissweilers Ziel ist es, nicht nur beschreibende Biographien und Werkverzeichnisse von Komponistinnen verschiedenster Epoche geschrieben zu haben, sondern auch - und gerade eben - diese Frauen aus der Isolation der Forschung herauszuholen. Liest man dazu das Vorwort, so muß man zuerst fürchten, die Autorin habe sich hier einen bislang vernachlässigten Forschungsgegenstand zu eigen gemacht, um die 'Überlegenheit der Frauen gegenüber den aufgeblasenen, frechen und darum rettungslos verlorenen männlichen Dummköpfen' (S. 41) zu propagieren...

3-7017-1190-9
Mozarts Leben

Unter den etwa zehn Biographien über Mozart, die sich im Verlauf der Jahre beim Rezensenten angesammelt haben, ist diese wohl die prägnanteste - um ein Gesamturteil gleich vorwegzunehmen. Doch wie jedes sogenannte Sachbuch hat es neben seinen starken auch seine schwachen Seiten - im doppelten Wortsinn. ...

3-7618-1355-4
Ins Ungewisse hinaus... Johannes Brahms und Max Klinger im Zwiespalt von Kunst und Kommunikation

Brahms war von Natur aus ein verschwiegener Mensch, eine Haltung, die sich mit dem Alter noch verstärkte. Da er auch im Hinblick auf das eigene Schaffen wenig auskunftsfreudig war, bot sich die Rezeption seiner Werke als exempla einer absoluten Musik geradezu an. Jens Brachmann zeigt in seiner Arbeit, daß dieses heute noch geläufige Brahmsbild, das die Werke im wesentlichen strukturell, d. h. musikimmanent deutet, insofern einseitig ist, als es hauptsächlich auf das Instrumentalwerk ausgerichtet ist...

3-7618-1431-8
Lexikon Programmusik
Stoffe und Motive

Programmusik ist Instrumentalmusik, die sich offen oder verdeckt auf ein begrifflich faßbares und vom Komponisten meist genanntes Sujet bezieht. Mit bewundernswerter bibliographischer Akribie hat Klaus Schneider in seinem Lexikon der Programmusik rund 12.000 solcher Werke unter 147 alphabetisch geordneten Stichwörtern von A wie 'Abend' bis Z wie 'Zypresse' zusammengetragen. Ein nach Komponisten und Stichwörtern aufgeschlüsseltes Register erlauben einen schnellen und gezielten Zugriff auf die einzelnen Einträge. Das Lexikon umfaßt nicht nur vollständige Werke...

3-579-03091-4
Musst du auch sterben?
Kinder begegnen dem Tod

Diese Frage, die mit großer Wahrscheinlichkeit jeder Befragte unwillkürlich naivem Kindermund zuordnen wird, bereitet Unbehagen, denn es gibt nur eine einzige passende Antwort auf diese Frage: Daß jeder Mensch sterben muß und daß wir alle endlich sind.

Nun ist dies eigentlich keine außergewöhnlich weise Erkenntnis, weshalb auch die Frage nach dem eigenen Tod weniger unangenehm sein dürfte, wissen wir doch - und das ist ein Spezifikum unseres Menschseins -, daß es irgendwann einmal aus sein wird mit uns. Trotzdem könnte einem durchaus das 'Ja' im Halse stecken bleiben, denn wir sind nicht daran gewöhnt, so direkt gefragt zu werden in puncto 'Abgang'. Kinder dürfen so fragen, denn sie kennen unsere Tabus noch nicht. Kinder müssen auch so fragen, denn sie denken anders. ...

3-906764-24-9
Leben und Sterben können
Gedanken zur Sterbebegleitung

Der Verfasser bezeichnet den interdisziplinären Ansatz seines Werkes als 'verwegen', der Klappentext weist auf 'kühne Brücken' hin, welche in dem Werk geschlagen werden, und die Breite der Untersuchung überfordert sicherlich jeden Leser und Rezensenten. Dies hat einen erstaunlichen Erfolg des Buches keineswegs verhindert: Es erscheint in dritter Auflage - ein seltenes und erfreuliches Schicksal für eine Habilitationsschrift.