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Die zehn neuesten Rezensionen

9781035919161
The Ark and the Empire

The Ark and the Empire ist ein historischer Fantasy-Roman, der am Ende der Ptolemäerzeit spielt. Der Roman erschien erstmal im Jahr 2015 und ist der Debütroman Michael Livingstons. Bei der Erstveröffentlichung wurde The Ark and the Empire unter dem Namen „The Shards of Heaven“ publiziert. Der Band ist der erste der dreiteiligen „Shards Series“, zu der zudem die Novelle „The Aegis and the Oasis“ gehört, die in dem ersten Band enthalten ist. Livingston ist ein US-amerikanischer Historiker, der sich vorwiegend mit Militärgeschichte befasst. Derzeit (2026) ist er als Distinguished Professor am The Citadel Military College in South Carolina angestellt. …

978-3-423-28445-5
Thomas Mann: Ein Leben
Mit Susan Sontags nie gedrucktem Essay "Bei Thomas Mann"

Thomas Mann – und kein Ende – nicht erst anlässlich seines 150. Geburtstags – war und ist er Thema unterschiedlichster Biographien und literaturkritischer Untersuchungen.
Ronald Praters erstmals 1995 veröffentlichte (und im selben Jahr ins Deutsche übersetzte) Arbeit Thomas Mann. Deutscher und Weltbürger ist immer noch lesbar, obwohl der Titel missverständlich ist: Als Thomas Mann im New Yorker Exil ankam, erklärte er: „Wo ich bin, ist Deutschland.“ Exil? Über sein amerikanisches Domizil heißt es einmal: „Mein eigenes geistiges Schneckenhäuschen geht überall brav mit mir. Mich kann daher niemand exilieren.“ …

978-3-8252-6453-6
Geschichte Israels
von Abraham bis Bar Kochba. Heilsgeschichte und Historie

Das Studienbuch Geschichte Israels. Von Abraham bis Bar Kochba: Heilsgeschichte und Historie stellt den Bezug zwischen erinnerter Geschehnisse der jüdischen Tradition und kulturübergreifenden historischen Ereignissen her. Oder, wie es Verfasser Klaus Dorn, ehemals Dozent für Katholische Theologie in Marburg, zusammenfasst: Es beschreibt die unterschiedlichen Sicht- und Wirkungsweisen einer erzählenden Epoche auf eine erzählte Vergangenheit, zwischen denen Jahrhunderte liegen können. Den historischen Kern der Erzählung und der Erzählzeit miteinander zu verknüpfen, ist der methodische Ansatz dieser vorliegenden Darstellung zum alten Israel. …

978-3-8353-5841-6
Rechter Geschichtsrevisionismus in Deutschland
Formen, Felder, Ideologie

Die Beschäftigung mit der sog. Neuen Rechten hat Konjunktur. Das lässt sich sowohl an der Vielzahl einschlägiger Publikationen auf dem (wissenschaftlichen) Buchmarkt ablesen als auch an diversen Porträts von zentralen rechtspopulistischen und rechtsextremen Vordenkern in der Presse (zuletzt vor allem in der ZEIT). In dem von Jens-Christian Wagner und Sybille Steinbacher herausgegebenen Sammelband Rechter Geschichtsrevisionismus in Deutschland. Formen, Felder, Ideologie beleuchten Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und Perspektiven in acht Fallstudien die Umdeutung, Vereinnahmung und Leugnung von historischen Ereignissen durch rechtsextreme Denker – tatsächlich werden ausschließlich Männer näher in den Blick genommen – und Gruppen. …

978-3-515-13919-9
Johannes Reuchlin (1455–1522) neu gelesen
Ein württembergischer Rat und Gelehrter im europäischen Kontext (CONTUBERNIUM. Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte 93)

Der Band versammelt vierzehn Vorträge, die anlässlich von Johannes Reuchlins (1455–1522) 500. Todestag auf einer im Jahr 2022 an der Universität Tübingen vom Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften, dem Seminar für Religionswissenschaft und Judaistik / Institutum Judaicum sowie dem Philologischen Seminar veranstalteten Tagung gehalten wurden. Sie sind thematisch in drei Abteilungen gegliedert und betrachten so erstens Reuchlin in seinen europäischen und württembergischen Kontexten, zweitens seine Tätigkeit als Jurist und Philologe und drittens seine religionstheologische Sichtweise auf Judentum und Islam. …

978-3-9825540-8-2
Dritter Klasse durch die Wüste

Die wechselvollen historischen Ereignisse sind es, die den Nahen Osten für Europa interessant machen, wie auch seine geografische Lage als Brücke zwischen Orbis orientalis et occidentalis, die für europäische Mittelmeeranrainer das Tor in eine fremdartige, kulturell anziehende Welt bedeuten. In der Antike Teil der römischen Zivilisation wie so viele heute selbstständige Staaten im Westen und Osten unseres Kontinents, war und blieb der Orient Teil einer europäischen Erinnerungskultur. Nach und nach durch die arabische Eroberung der Region bis schließlich zum Fall Konstantinopels, wurden die Gebiete des Nahen Ostens für Europa unbekanntes Land. Die Stätten der Bibel, die die Religion der nachrömischen Zivilisationen prägte, waren nur noch Namen, für Gläubige kaum noch erreichbar. …

978-3-11-070184-5
Herzog Bernhard von Weimar
Militärunternehmer und politischer Stratege im Dreißigjährigen Krieg (Bibliothek altes Reich; 34)

Astrid Ackermanns Studie zu Bernhard von Sachsen-Weimar (1604–1639) ist die überarbeitete und gekürzte Fassung ihrer Jenaer Habilitationsschrift aus dem Jahr 2017. Die Studie behandelt das Leben und Nachleben Herzogs Bernhards. Bernhard erfuhr im ernestinischen und lutherischen Milieu des Weimarer Hofes nicht zuletzt auch im anti-kaiserlichen Sinne seine Grundorientierung; mit dem Fortschreiten seiner Laufbahn als Feldherr wuchs jedoch im Takt der zunehmenden geographischen Distanz zum Wirkungskreis seiner noch lebenden Brüder in Weimar auch die politische Distanz: …

978-3-406-82183-7
Von „Dinge machen aus Angst“, Netzwerkfähigkeiten, Geldsorgen und Alltagsbanalitäten
Zu zwei neuen Rilke-Biographien, anlässlich des 150. Geburtstags des Dichters im Dezember 2025 und seines 100. Todestag 2026

Rainer Maria Rilke ist der nach Goethe meistgelesene deutschsprachige Dichter weltweit; Zeitgenossen priesen und höhnten ihn. Die Biographik und Sekundärliteratur über Rilke sind längst unübersehbar geworden. Dabei gibt es, so Hugo von Hofmannsthal, „kein gewagteres Unternehmen als den Versuch, ein Individuum darzustellen.“ Heute wird vieles ausgeleuchtet, demaskiert. Nein, es gibt kein gewagteres Unternehmen, als dieses Leben, dieses Werk in seiner geschichtlichen und künstlerischen Zeit und Zeitgenossenschaft darzustellen. …

978-90-04-51876-6
England and the Thirty Years’ War
(History of Warfare, Vol. 141)

Adam Marks’ Studie rückt die Anwerbung und den Einsatz von englischen Offizieren und Soldaten in den kontinentaleuropäischen Kriegen der 1620er und 1630er Jahre in den Mittelpunkt der Betrachtung. Marks konzentriert sich hierbei dezidiert auf englische Soldaten; seine Studie steht mithin komplementär neben den Studien von Alexia Grosjean und Steve Murdoch zu den schottisch-nordeuropäischen militärischen Verflechtungen im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges. Der hauptsächliche Ansatz des Verfassers ist es, der entkoppelten Betrachtung britischer und kontinentaleuropäischer Entwicklungen am Vorabend der Kriege der Drei Königreiche (Wars of the Three Kingdoms) vor allem durch die britische Geschichtsschreibung entgegenzuwirken. …

978-3-633-54334-2
Amos Oz
Autor, Friedensaktivist, Ikone. Aus dem Englischen von Ursula Kömen

Vor etlichen Dezennien hatte ein seinerzeit bekannter, umstrittener (und jetzt langsam dem Vergessen anheim gegebener) Kritiker öffentlich gemault: „Die Literatur Israels ist sehr schwach.“ Klar, wenn man außer Ephraim Kishon niemand anderes kennt … Dies zeigt uns lediglich eins: das unzulängliche Niveau der Literaturkritik in Deutschland, die glaubt, aufgrund von mangelhaftem Wissen ein Urteil abgeben zu können. Doch ein fundiertes Urteil ist nur möglich aufgrund umfassender Sachkenntnis. Wir hätten es längst besser wissen können: – allerspätestens seit der 1996 auf Deutsch publizierten Literaturgeschichte Israels „Geschichte der modernen hebräischen Literatur. …