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978-3-518-42572-5
Titel
Siegfried Kracauer
Untertitel
Eine Biographie
Kurzbeschreibung

Den Einband der umfangreichen Kracauer-Biographie von Jörg Später, die bereits ein Jahr nach der Erstveröffentlichung in zweiter Auflage erscheint, nimmt die Reproduktion eines Fotos ein, bei dem es sich laut Vermerk auf der hinteren Umschlagklappe um den „Abzug“ von einem „zerbrochenen Glasnegativ“ handelt. Der Autor eröffnet sein Buch mit einer eingehenden Beschreibung dieses Porträts, für die sowohl Detailfreude wie das etwas forcierte Bestreben, eine hinter dem Sichtbaren verborgene symbolische Tiefendimension zu erschließen und so den Augenschein zu transzendieren, kennzeichnend sind. Das Bild, das Kracauer hier bietet, wird einer auf Wesensschau zielenden Betrachtung unterzogen, das von den äußeren Zügen des Konterfeiten auf dessen Person und Lebensumstände – um das metaphysisch aufgeladene Wort ‚Schicksal‘ zu vermeiden – extrapoliert. ...

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978-3-10-002505-0
Titel
Anatomie des Holocaust
Untertitel
Essays und Erinnerungen
Kurzbeschreibung

Anlässlich des 90. Geburtstags des verstorbenen Holocaustforschers Raul Hilberg haben Walter H. Pehle, Hilbergs Lektor bei Fischer, und René Schlott, der an einer Biographie Hilbergs arbeitet, diesen Band mit 13 recht unterschiedlichen Texten Hilbergs herausgegeben. Thematisch schlagen die Beiträge einen breiten Bogen durch das gesamte Œuvre – im ersten Teil Aufsätze unter der Überschrift „Forschungen“ zu den Motiven der Deutschen oder zur Bürokratie, im zweiten zu „Kontroversen“ wie der jüdischen Führung im Holocaust oder des Kohl/Reagan-Besuchs in Bitburg 1985 und in einem letzten mit „Erinnerungen“ überschriebenen Abschnitt recht persönliche Texte zur eigenen Forschung und den unternommenen Forschungsreisen. Die ältesten Beiträge sind in den sechziger Jahren, der jüngste kurz vor Hilbergs Tod entstanden. ...

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978-3-515-10902-4
Titel
Räume des Möglichen
Untertitel
Germanistik und Politik in Leipzig, Berlin und Jena (1918-1961)
Kurzbeschreibung

Die als Band 50 in der von Rüdiger vom Bruch und Gabriele Metzler herausgegebenen Reihe „Pallas Athene. Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte“ veröffentlichte Abhandlung von Anna Lux macht auf sich zunächst mit dem gediegenen Umfang von fast einem halben tausend Textseiten aufmerksam. Es sei den weiteren Überlegungen vorausgeschickt, dass der Publikationsinhalt mit der staatlichen Größe des Unterfangens problemlos korrespondiert. Das als überarbeitete Fassung einer an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig verteidigten Dissertation erschienene Buch gliedert sich in drei groß angelegte Teile, die aussagekräftig überschrieben sind: „Die Kraft der Beharrung. Institutionelle Entwicklungen“, „Germanistenleben. Akademische Praxis und Wirklichkeit“ sowie „Vom Wandel in der Kontinuität. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Theodor Frings und Hermann August Korff“. ...

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978-3-8471-0716-3
Titel
Die Lehre vom „arischen“ Christentum
Untertitel
Das wissenschaftliche Selbstverständnis im Eisenacher „Entjudungsinstitut“ (Kirche – Konfession – Religion 70)
Kurzbeschreibung

Im Zuge des diesjährigen Reformationsjubiläums wurde in verschiedenen Kontexten ein besonders dunkles Kapitel der protestantischen Kirchengeschichte aufgegriffen: Luthers Antijudaismus und dessen Erbe etwa in der Wanderausstellung der Evangelisch-Lutherischen Nordkirche „Ertragen können wir sie nicht.“ Martin Luther und die Juden oder in der Sonderausstellung „Überall Luthers Worte …“ – Martin Luther im Nationalsozialismus, die die Stiftung Topographie des Terrors zeigt. In letzterer wird auch eine landeskirchlich gegründete Einrichtung thematisiert, die in der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt sein dürfte, in der wissenschaftlichen Forschung dagegen seit mittlerweile über 20 Jahren intensiv untersucht wird: ...

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978-3-95565-192-3
Titel
Die letzten Tage des deutschen Judentums
Untertitel
(Berlin Ende 1942)
Kurzbeschreibung

Bereits 1942 erschien der Bericht „Die letzten Tage des deutschen Judentums“ anonym in Tel Aviv. Herausgegeben wurde er von der gemeinnützigen Organisation „Irgun Olej Merkaz Europa“ (Organisation der Einwanderer aus Mitteleuropa), deren Ziel es war, Immigranten aus Zentraleuropa wirtschaftlich und kulturell zu unterstützen. Aus einer kurzen Vorbemerkung des Verlags geht hervor, dass der als Tatsachenbericht anonym herausgegebene Text eines Augenzeugen von einer Frau verfasst wurde. Über die Autorin des Texts erfährt man lediglich, dass diese ihn nach ihrer Emigration nach Israel Ende 1942 verfasst und veröffentlicht hat. Die Herausgeber verbürgen sich dafür, den Bericht in unveränderter Form veröffentlicht zu haben. ...

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978-3-88680-827-4
Titel
kl
Untertitel
Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
Kurzbeschreibung

Seit inzwischen etlichen Jahren begleitet die NS-Forschung der nicht immer nur von übelmeinender Seite vorgetragene Satz, es sei doch mittlerweile alles gesagt, jene zwölf Jahre seien „ausgeforscht“. Das ist auch heute noch grober Unsinn und lediglich Ausweis der Unkenntnis des Sprechers oder der Sprecherin. Nicht zuletzt zeigt dies die umfassende Gesamtdarstellung von Nikolaus Wachsmann über die nationalsozialistischen Konzentrationslager – die erste, man mag es kaum glauben, 70 Jahre nach Befreiung der Lager, die über einen institutionengeschichtlichen Ausschnitt hinausgeht und einen multiperspektivischen Querschnitt liefert, der den Stimmen und Themen der Inhaftierten breiten Raum gibt. ...

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978-3-8253-6648-3
Titel
Höhepunkte des mittelalterlichen Erzählens
Untertitel
Heldenlieder, Romane und Novellen in ihrem kulturellen Kontext
Kurzbeschreibung

Auch wenn es mitunter trivial erscheinen mag, es ist gerade auch in Hinblick auf eine jüngere Generation altgermanistisch Interessierter und Engagierter ein nicht zu geringes Verdienst, auf den Umfang mittelalterlicher Erzählliteratur zu verweisen. Genau diesem Zweck dient der von Klaus Sauer, Gisela Seitschek sowie Bernhard Teuber herausgegebene Band, der – selbstverständlich nur unter den durch den Bandumfang bedingten Einschränkungen – sowohl was die chronologische als auch geographische Ebene angeht, mittelalterliche Erzähl-Motivik beleuchtet. Vielleicht macht bereits gerade das Titelbild, ein Ausschnitt eines Glasgemäldes von Barbara Thiel, das den Kampf des Heiligen Georg gegen den Drachen zeigt, den Anspruch des vorliegenden Bandes deutlich. ...

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978-3-8062-3485-5
Titel
I don't like Mondays
Untertitel
Die 66 größten Songmissverständnisse
Kurzbeschreibung

Kurzweilig schildert der Autor Michael Behrendt insgesamt 66 Missverständnisse im Umgang mit Text oder Musik von populären Musikstücken ... . Namensgebend für das Buch war der gleichlautende Refrain des Nummer-eins-Hits in Großbritannien der Boomtown Rats (S. 41-44), über dessen Entstehung der Liedtexter Bob Geldof in seiner Autobiografie ... berichtet: „Während ich dort saß, lehnte ein junges Mädchen namens Brenda Spencer mit einer Pistole aus ihrem Schlafzimmerfenster und schoss auf Leute in ihrer Schule auf der anderen Straßenseite. Was dann passierte, erschien mir als einzigartig amerikanisch. Ein Journalist rief sie an. Sie nahm den Hörer ab, an und für sich schon eine bizarre Unterbrechung, wenn man dabei ist, wildfremde Menschen umzubringen. Er fragte sie, warum sie das tut. Sie überlegte kurz und sagte dann: ‚Nichts los. Ich mag keine Montage.‘“ ...

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978-3-8062-2906-6
Titel
Von Pontius zu Pilatus
Untertitel
Redewendungen aus der Bibel
Kurzbeschreibung

Viele der im alltäglichen Gebrauch verwendeten Sprichwörter und umgangssprachlichen Phrasen haben ihren Ursprung in der Bibel. In dem Buch Von Pontius zu Pilatus des Historikers und Philologen Gerhard Wagner wird die Bedeutung verschiedener Wendungen aus dem biblischen Kontext heraus erklärt. Im Vorwort bereits wird darauf verwiesen, dass zahlreiche Redewendungen aus Luthers Übersetzung der Bibel stammen und damit dem damaligen Sprachgebrauch angelehnt sind. ...

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978-3-421-04790-8
Titel
Die Aufklärung
Untertitel
Das Drama der Vernunft vom 18. Jahrhundert bis heute
Kurzbeschreibung

Sapere aude! Wage du es, selbst zu wissen! Geh hinaus aus deiner (selbstverschuldeten) Unmündigkeit! Denke selbst. Der Selbstdenker ist das hohe utopische Ziel der Aufklärung. Kein Papst, kein Rabbi, kein Imam kann dir sagen, was richtig ist. Alle Autorität musst du selbstdenkend kritisch prüfen. Löse dich von allen Autoritäten, lass dich nicht mehr am Gängelband führen, bestimme dich selbst, autonom! Das war das Ergebnis aufgeklärten Denkens: die Kritik aller Bewusstseinsinhalte. (Auch Geglaubtes ist ein Inhalt von Bewusstsein, eine Flaschenpost im stream of consciousness.) Ebenso gehört das GG, wohlverstanden, in diese Mühle der hinterfragenden Reflexion. Dieser Kern der Aufklärung und das, was noch dazu gehört, Lessing und seine Ringparabel mit ihrer entdogmatisierenden Denkweise, der Kampf gegen uralte Vorurteile und … und … darf nicht diffamiert werden als Euro-Logo-Phallo-Zentrismus. ...