Titel
Selma Lagerlöf
Untertitel
Värmland und die Welt. Eine Biografie
Rezension

Die (fast) unbekannte schwedische Nobelpreisträgerin. Anmerkungen zu einer deutschen Biographie über Selma Lagerlöf

Eine ihrer zentralen Kindheitserfahrungen scheint die Kränkung gewesen zu sein. In ihren Jugenderinnerungen (Anfang 2016 unter dem Titel „Die Erinnerungen“ gleichfalls im Urachhaus Verlag publiziert: eine Zusammenschau aller drei Bände ihrer Autobiographie) beschreibt sie ihre Verzweiflung, als sie zum Tanzen gehen soll. Sie ist dreizehn Jahre alt. Sie sieht ihren Vater im Schaukelstuhl sitzen und eine Zeitung lesen. Er, der mit seiner Familie auf dem Gut Mårbacka in Värmland lebt, will seinen Kindern heute etwas Besonderes bieten. Er wird sie mitnehmen zu einem „Picknickball“ im Nachbarort Sunne. Selma, ihre zwei älteren Brüder und ihre ältere Schwester Anna sollen sich vergnügen. „Bitte, laß mich zu Haue bleiben, ja?“, bettelt Selma.

Warum kommt sie mit diesem absonderlichen Wunsch zu ihm? „Weil ich nicht zum Tanzen aufgefordert werde, das weißt du wohl, Vater; niemand will mit mir tanzen, weil ich ja hinke.“ Er läßt sie nicht weitersprechen. Er faßt sie an der Hand, bringt sie in die Küche und gibt ihr ein dickes Butterbrot mit Käse zu essen. Das wird dem Kind guttun, denkt er. Doch Selma weint weiter. Sie weint, „bis endlich ihre Tränen verstanden haben, daß sie für nichts und wieder nichts herabtropfen.“ Und dann geht sie mit zum Ball. Sie erlebt genau das, was sie schon vorher wußte: „Der Ball ist ein Fiasko, da sie kein einziges Mal aufgefordert wird“, schreibt Holger Wolandt. „ Als Entschädigung gesteht ihr der Vater einen weiteren Aufenthalt in der Hauptstadt zu, um ihr Hüftleiden behandeln zu lassen.“

Sie versucht sich vorzustellen, daß es anderen Menschen noch schlechter geht als ihr: die Armen, die Kranken und Blinden. Aber das hilft ihr nicht. Tatsache ist, daß es ihr an diesem Abend schlecht geht, Vielleicht nicht nur, weil sie hinkt. Sie ist – das weiß sie – nicht anziehend und nicht liebenswürdig. Und es tut ihr weh, das zu wissen. Wolandt allerdings merkt an: „Ob es sich wirklich so zugetragen hat, kann angezweifelt werden, denn es ist von Zeitzeugen auch überliefert, daß Selma Lagerlöf auf Bällen durchaus ihren Spaß hatte.“

Die Frau die die eben zitierten Jugenderinnerungen in ihrem Buch „Aus meinen Kindertagen“ (1930) schildert, wird später die erste, die den Nobelpreis für Literatur erhält. Sie bekommt Förderpreise vom König ihres Heimatlandes (was ihr ermöglicht, die Arbeit als Lehrerin aufzugeben, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen), ihre Texte werden in andere Sprachen übersetzt, sie gehört, als eine der wenigen Frauen, zur „Weltliteratur“.

Daß sie später Schriftstellerin werden will, hat sich Selma schon als Siebenjährige vorgenommen. „Wenn ich erst so alt bin, daß ich Romane schreiben kann“, ist einer ihrer Standardsätze. Niemand in der Familie lacht sie deswegen aus. Zwar haben die Lagerlöfs keinen Dichter in ihrem Stammbaum, aber Geschichten erzählen, das können sie alle: Gespenstergeschichten, Sagen, Märchen.

Die drei Lagerlöf-Töchter werden von einer Hauslehrerin unterrichtet; die Jungen gehen in eine Stadtschule. Selma ist vierzehn, als sie zum zweiten Mal in die schwedische Hauptstadt reist. In diesem Winter 1873 beginnt sie, Tagebuch zu führen. „Wenn ich eine Schriftstellerin werden will, muß ich für alles, was ich erlebe, froh und dankbar sein. Ich muß sogar zufrieden sein, wenn mir etwas Schweres und Widerwärtiges zustößt, sonst kann ich später gar nicht beschreiben, was man fühlt, wenn man unglücklich ist.“ Das schreibt sie, ernsthaft und tapfer, gleich zu Beginn ihres Tagebuchs, während sie im Zug nach Stockholm sitzt.

Die Lektüre des Tagebuchs schmerzt. Da wird eine Vierzehnjährige als „Hinkebein“ verspottet. Da kämpft ein Mädchen in der fremden Stadt gegen das Heimweh an. Da bemüht sich eine Halbwüchsige vergeblich, dem Idealbild ihrer Umgebung zu entsprechen: „Ich denke immer darüber nach, wie traurig es doch ist, daß ich nicht nur langweilig und verschlossen bin, sondern außerdem noch vergeßlich und dumm und in jeder Hinsicht mißraten.“

Als sie sich unglücklich in einen Studenten verliebt, tröstet sie sich: „Allmählich halte ich es für gut, daß der Student verlobt ist. Wenn ich ihn geheiratet hätte, wäre mir sicherlich keine Zeit geblieben, Romane zu schreiben, und das ist es doch, was ich mir immer gewünscht habe.“ Konsequent wird sie Beziehungen zu Frauen eingehen – zuerst – 1894 – zu Sophie Elkan, mit der sie zahlreiche Reisen unternimmt – und später zu Valborg Olander („Die Schriftstellergattin“, nennt sie Holger Wolandt; „Schriftstelleringattin“ hätte besser gepaßt), die Selmas Texte korrigiert und ihr hilft. Die beiden Frauen haben eine gemeinsame Wohnung. – Die Fünfzehnjährige beginnt Gedichte zu schreiben. In aller Stille wartet sie darauf, „entdeckt“ zu werden. Lyrik ist indes nicht Selma Lagerlöfs Stärke.

Was eigentlich müßte geschehen, damit eine junge Frau, die sich als Dichterin fühlt, die aber keine Kontakte zur „Szene“ hat, herauskommt aus ihrer Isolation? Könnte nicht – wie im Märchen – ein Prinz kommen und sie erlösen?

Sie hat es sich gewiß nicht vorstellen können, daß es eine Frau aus der Frauenbewegung ist, die ihr erste Schritte in die Öffentlichkeit ermöglicht. Selma ist ein „Landkind“, das nicht weiß, was in der Welt geschieht. Es werden immer wieder Frauen sein, die sie fördern und unterstützen.

Eva Fryxell, eine damals bekannte schwedische Schriftstellerin, die sich in der Frauenbewegung engagiert, lernt Selma Lagerlöf bei einem Hochzeitsfest in der Nachbarschaft kennen. Die 22jährige tritt als Brautjungfer auf und trägt ein selbstverfaßtes Gedicht vor. Eva Fryxell fordert sie auf, ihr weitere Gedichte zu schicken; vielleicht könne sie diese in einer Zeitung unterbringen.

Doch dieser erste Versuch endet mit einer Enttäuschung. Die Redaktionen lehnen Selmas Gedichte ab. Doch Eva Fryxell gibt nicht auf. Sie hat erkannt, was der jungen  Frau fehlt. Sie muß sich „den Wind um die Nase wehen lassen“. Selma beschließt, sich unabhängig zu machen. Sie meldet sich in Stockholm beim Lehrerinnen-Seminar an. Während ihrer Ausbildung schreibt sie weiterhin Gedichte – und den Anfang eines Romans.

1885 wird sie Lehrerin an einer Elementarschule für Mädchen in Landskrona. Ab und zu erscheinen Gedichte von ihr in der Frauenzeitschrift Dagny, die von Sophie Adlersparre herausgegeben wird.

Selma Lagerlöf, die Lehrerin und heimliche Dichterin, ist 32 Jahre alt, als sie in der Frauenzeitschrift Idun von einem Preisausschreiben für eine Novelle liest. Sie hat bereits fünf Kapitel ihres Romans „Gösta Berlings Saga“ fertig und schickt sie ein. Es ist Ende Juni.

Im November erreicht sie ein Telegramm, das sie zuerst nicht versteht: „Jubelnde Glückwünsche“ liest sie; sonst nichts.

Unterschrieben haben drei ihre Mitstudentinnen aus dem Lehrerinnen-Seminar in Stockholm. Erst am nächsten Tag versteht, sie, was geschehen ist: Sie entdeckt in der Stockholmer Zeitung, daß sie mit ihrem Manuskript den ersten Preis gewonnen hat. Die Zeitschrift Idun ist bereit, den ganzen Roman zu drucken. Als Sophie Adlersparre das erfährt, erklärt sie sich bereit, Selma Lagerlöf für ein Jahr vom Schuldienst „freizukaufen“. Sie unterstützt die junge Autorin, ermöglicht es ihr, in aller Ruhe ihren Roman fertigzustellen. „Gösta Berlings Saga“ wird das Buch, mit dem die spätere Nobelpreisträgerin bekannt wird. Die Buchausgabe, die 1891 veröffentlicht wird, bringt anfangs noch nicht den Erfolg, von dem Lagerlöfs Freunde überzeugt waren. 1892 kommt eine dänische Ausgabe von „Gösta Berling“ heraus. Der dänische Kritiker Georg Brandes setzt sich engagiert für die Schriftstellerin ein.

Die 37jährige ist plötzlich „jemand“, ein Begriff in der Literaturwelt. Als 1895 die zweite Auflage ihres Romans erscheint, kann sie den Schuldienst endgültig aufgeben. Sie erhält ein Reisestipendium des schwedischen Königs und der Schwedischen Akademie Sie reist nach Ägypten, Jerusalem, Italien und in die Türkei. In den Novellen und Legenden, die sie schreibt, spiegeln sich diese Eindrücke ihrer Reisen wider („Die Königinnen von Kungahälla“, „Legenden“, „Eine Herrenhofgeschichte,“ „Jerusalem“ u. a.). Und trotzdem, es scheint, als entferne sie sich nie von ihrer Heimat Värmland, das damals ein kleines Nest ist, „das Ende der Welt“, wie man sagte.

Dieses „Heimat“-Gefühl (das heute für einige etwas Anrüchiges hat, das wir aber vergessen sollten, um uns den Zugang zu Lagerlöf nicht zu verbauen) ist typisch für Lagerlöf und veranlaßt sie auch, 1906 einen Auftrag der schwedischen Schulbehörde anzunehmen: Sie soll ein Erdkundebuch für Schulkinder schreiben; das bisherige Buch ist hoffnungslos überholt und zudem langweilig.

Scheinbar keine attraktive Arbeit für eine mittlerweile anerkannte Schriftstellerin. Sie tut sich anfangs schwer; Ihre Briefe (von denen Holger Wolandt etliche das erste Mal ins Deutsche übersetzte) an die Freundinnen sind voller Klagen. Dann scheint sie sich auf ihre Lehrerinnen-Zeit zu besinnen; vielleicht fragte sie sich: „Wie kann ich den Kindern die Geschichte und Landschaften Schwedens so vermitteln, daß es kurzweilig ist und nicht langweilig?“

Und dann hat sie diese wunderbare Idee mit den Gänsen. Nils Holgersson wird in einen Däumling verwandelt und fliegt auf dem Rücken eines Gänserichs von Südschweden nach Lappland und lernt dabei die Landschaften seiner Heimat kennen – und die Kinder, die das Buch lesen, ebenfalls. Diese Buch wurde weit über Schwedens Grenzen hinaus bekannt und ist eines der beliebtesten Kinderbücher überhaupt.

Nach Erscheinen von „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ (für das Honorar kauft sich die Schriftstellerin besondere Kutschpferde: Füchse mit heller Mähne) wird Selma Lagerlöf zum Ehrendoktor der Universität Uppsala ernannt. Die Anerkennung, die sie in der Jugend so sehr vermißte, wird ihr im Alter überreich zuteil. Im Jahre 1904 empfängt sie die Goldene Medaille der Schwedischen Akademie und 1909 den Nobelpreis für Literatur. Daß sie ihn einmal bekommen würde, daran hatte sie indes keinen Zweifel. 1914 wird sie als erste Frau Mitglied der Schwedischen Akademie. Sie wird Ehrendoktorin mehrerer Universitäten.

Von dem Geld, das sie für den Nobel-Preis und ihre Buchhonorare bekam, kaufte sie das Gut Mårbacka, das inzwischen verschuldet und verkauft worden war, für sich und ihre Familie zurück.

Ihre Dankesrede für den Empfang des Literatur-Nobelpreises dürfte eine der ungewöhnlichsten Reden sein, die je von einem Nobelpreisträger gehalten wurde. Lagerlöf dankt „in märchenhafter Form“: Sie läßt ihre Zuhörer/INNEN miterleben, wie sie auf ihrer Reise von Värmland nach Stockholm an ihren – bereits 1885 verstorbenen Vater denkt und ihm erzählt, daß sie diesen Preis bekommen hat. Vor allem aber dankt sie den vielen Frauen, die sie auf ihrem Werdegang als Schriftstellerin unterstützt haben und ihr so halfen, sich weiterzuentwickeln.

Zwei Verdiente der Schriftstellerin sind hier noch zu erwähnen: Ihr feministisches Engagement: Sie kämpft für das Wahlrecht der Frau; und ihr Kampf für die Rettung bedrohter Juden, die aus Deutschland zu fliehen versuchen. Bekanntestes Beispiel: Lagerlöf hilft Nelly Sachs und ihrer Mutter nach Schweden einreisen zu können. Im November 1938 hatte die spätere Nobelpreisträgerin (1966; zusammen mit Samuel Josef Agnon) der „lieben, lieben, sehr verehrten Selma Lagerlöf“ dies geschrieben: „Wie man etwas ganz Hohes und Herrliches lieben kann, so liebe ich Sie! Darum wage ich es nun, die zitternde Bitte auszusprechen: Kann ich mit meiner Mutter nach Schweden kommen, um auszuruhen an dem gütigen Herzen? Für die allergeringste Lebensmöglichkeit würde ich danken mit jeder Faser meines Daseins.“ Weil Lagerlöf erkrankte (sie ist zu diesem Zeitpunkt bereits 80 Jahre alt), geschah nichts. Lagerlöf und Nelly Sachs standen seit 1910 in brieflichem Kontakt, seit die junge Deutsche einige von ihr verfaßte Sonette nach Mårbacka geschickt hatte. 1921 hatte Sachs einen Band „Legenden und Erzählungen“ veröffentlicht, „der sich stark an Selma Lagerlöf orientierte“.

Im Jahr darauf „reiste Gudrun Dähnert, eine Freundin von Nelly Sachs, nach Schweden und suchte Selma Lagerlöf in Mårbacka auf. Diese verfaßte ein Empfehlungsschreiben, das heute im Dossier Nelly Sachs´ der staatlichen Ausländerkommission im Riksarkivet auf Kungsholmen in Stockholm liegt.“

Anfang 1940 setzt sich auch Prinz Eugen für Sachs und ihre Mutter ein, „und den beiden gelang am 16. Mai 1940 buchstäblich in letzter Minute die Flucht. Ihrer Gönnerin in Mårbacka konnten sie nicht mehr persönlich danken: Lagerlöf war bereits am 16. März gestorben.

Von den Bücher der „Königin der schwedischen Literatur“ sind allein in Deutschland bis 1933 mehr als eine halbe Million Exemplare verkauft worden. – allein der Nils Holgersson“ in über 50.000 Exemplaren. Verboten wurden ihre Bücher im Dritten Reich nicht, aber ihr Name durfte nicht öffentlich genannt werden. „Und als niemand mehr über sie schrieb“, erklärt 1982 Norgard Kohlhagen, „verblaßte die Erinnerung an sie. Sie geriet zwar nicht ganz und gar in Vergessenheit, aber sie wurde in ein Klischee gezwängt: ´die komische Heilige aus dem Norden´.“ Höchste Zeit also, etwas dagegen zu unternommen, Lagerlöf aus dem Halbdunkel mangelnder Bekanntheit herauszuholen! In Schweden ist sie ein festumrissener Begriff und Schullektüre; auch gibt es etliche Biographien über sie, die erste, „Selma Lagerlöf. Heimat und Leben, Künstlerschaft, Werke, Wirkung und Wert“ von 1927 „und gekürzt 1928 von Valborg Olander in ein sehr betuliches Schwedisch übersetzt, stammt von dem später in Stockholmer Exil lebenden Hamburger Literaturwissenschaftler Walter. A. Berendsohn. Die Romanautorin Elin Wägner schrieb 1942-43 ein zweibändiges Werk, aufgrund dessen sie 1944 als zweite Frau in die die Schwedische Akademie gewählt wurde“, referiert Holger Wolandt in seiner ausführlichen „Nachbemerkung“ über die Lagerlöf-Rezeption in der Forschung; da wird z. B. auch der „Alptraum“ für „Generationen schwedischer Studenten“ erwähnt: eine 586-seitige Monographie „ohne eine einzige Fußnote“ (2002) von Vivi Edström.

In Schweden ging Selma Lagerlöf im öffentlichen Bewußtsein offenbar nie verloren; es gibt ein starkes Interesse für sie, das sich z. B. auch  in der Forschung, aber auch in der Werkedition niederschlägt: So gibt es eine zweibändige Briefedition aus dem Jahre 1967 („Brev 1871-1940. Hg. Ying Toijer-Nilsson); es wäre wünschenswert, daß diese Edition durch eine Übersetzung ins Deutsche uns zugänglich gemacht würde.

Derzeit jedenfalls sieht es so aus, daß Holger Wolandts engagiert geschriebene (und mit zahlreichen Übersetzungen aus den Briefen versehene) Lagerlöf-Biographie Pioniertat ist. Der 1962 in Würzburg geborene Autor studierte Nordische Philologie in München und lebt seit vielen Jahren als Übersetzer, Herausgeber und Autor in Stockholm. Er hat u. a. eine dreibändige Auswahl der Erzählungen Lagerlöfs herausgegeben.

Wolandts Erzählstil ist flüssig, oft witzig, und mitreißend und so neugierig machend auf mehr über Lagerlöf (der Anmerkungsteil jedoch ist – dies wirklich in Klammern – etwas konfus wirkend; zudem findet sich eine Angabe nicht im Literaturverzeichnis wieder); seine Auswahl der Fotos ansprechend und seine Literaturübersicht – deprimierend, weil diese Bücher nicht ins Deutsche übersetzt wurden, bislang. Warum eigentlich nicht? Wolandt hat den „ersten Spatenstich getan“, jetzt muß mehr geschehen. Erfreulicherweise ist der Stuttgarter Verlag „Freies Geistesleben & Urachhaus“ (in dem Wolandts Arbeit erschien) rührig und bemüht, uns neuerlich mit Selma Lagerlöf bekannt zu machen: außer ihren „Erinnerungen“ (2016) wurde auch – 27 Jahre nach einer ersten Publikation in Deutschland –Lagerlöfs „Der Kaiser von Portugallien“ (1914) 2015 neu herausgebracht.

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