Titel
Wörterbuch historischer und politischer Begriffe des 19. und 20. Jahrhunderts
Untertitel
Deutsch – Englisch – Französisch
Rezension

Das dreisprachige Wörterbuch historischer und politischer Begriffe des 19. und 20. Jahrhunderts hat sich rasch nach seinem Erscheinen zu einem Standardwerk für Historiker entwickelt – füllt es doch eine seit Langem bestehende Lücke. Und so ist es kaum überraschend, dass nach rund vier Jahren die zweite Auflage auf dem Markt ist. An der bewährten Anlage des Werks wurde nichts geändert: Laut Angabe des Bearbeiters werden „rund 16.500 Begriffe“ deutscher Sprache (in der ersten Auflage waren es noch etwa 15.000) in alphabetischer Reihenfolge angeführt und jeweils ins Englische und Französische übersetzt (das E-Book – im Falle der ersten Auflage war es noch eine mitgelieferte CD-Rom, die der gedruckten Ausgabe nun leider fehlt – erlaubt zudem eine Suche von englisch- und französischsprachigen Ausdrücken).

Auch wenn im Rahmen dieses einbändigen Wörterbuches keine Vollständigkeit erwartet werden kann, so umfasst das Werk doch eine beeindruckende Fülle an historischer und politischer Lexik aus den beiden vergangenen Jahrhunderte – dem Vorwort nach gehören hierzu unter anderem die folgenden Bereiche (vgl. S. 11–21): historische Ereignisse, feste historische Sachen, Alltagsdinge, Archaismen, poetische Lexik, Bezeichnungen für Handwerkerberufe, Euphemismen, Anrede- und Courtoisieformeln, Adelstitel, Amtsbezeichnungen und -titel, Fremdwörter und Entlehnungen, schwer übersetzbare Wörter, geschichtswissenschaftliche Lexik, historische Schlagwörter, epochenspezifischer Wortschatz, Lexik aus dem Ersten Weltkriegs, der Weimarer Zeit, des Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkriegs, der Nachkriegszeit, der DDR, des Kalten Krieges, des weltweiten Kommunismus, Bezeichnungen internationaler Organisationen, Lexik der europäischen Einigung, Wortschatz der politischen Sprache, des Parlamentarismus, von Parteien, Termini der Technikgeschichte, der Wirtschaft, der Agrargeschichte, der Sozialgeschichte, der Physik/Atomphysik, der Militär- und Kriegsgeschichte, Wörter aus der Soldatensprache, dem Festungswesen, Termini der Medizingeschichte, der allgemeinen Literatur- und Kunstgeschichte, der Filmgeschichte, der Musikgeschichte, der Verfassungsgeschichte, der Kirchengeschichte, des Buch- und Bibliothekswesens, der Presse und der Medien, der Philosophiegeschichte, der politischen Ideen- und Mentalitätsgeschichte, geographische Eigennamen, Namen symbolträchtiger Gebäude, Wortschatz der Verwaltungssprache, des Rechtswesens, internationaler Beziehungen, des Völkerrechts, des internationalen Vertragswesens, der Diplomatie, der Akten- und der Archivkunde, der Genealogie sowie der österreichisch(-ungarischen) und der schweizerischen Geschichte.

Es sei angemerkt, dass sich das vorliegende Werk an Fachleute wendet, also an Historiker sowie an Übersetzer und Dolmetscher, sodass es auf sprach- und sachbezogene Angaben verzichtet (hierfür sei nach wie vor auf die einschlägigen Werke der Geschichtswissenschaften sowie auf entsprechende ein- oder mehrsprachige Wörterbücher zurückgegriffen). Es wäre letztlich zu wünschen, dass das Grundkonzept des Werks (ggf. in einer elektronischen Fassung) auf weitere Sprachen – etwa das Niederländische, Spanische oder Russische – erweitert wird.

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