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Auf der Startseite sehen Sie immer die neuesten Rezensionen, den Jahrgang 2016 finden Sie komplett unter Aktueller Jahrgang und im Archiv die Rezensionen der Jahrgänge 2015, 2014, 2013 und 2012 und 2011. In den kommenden Monaten werden die älteren Jahrgänge nach und nach ins Archiv eingepflegt. 

Die zehn neuesten Rezensionen

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978-3-95565-050-6
Titel
Unkünstlerische Wahrheit
Untertitel
Ausgewählte Essays
Kurzbeschreibung

Henryk Grynberg ist vor allem als luzider dokumentarischer Erzähler des Holocaust bekannt, der in seinen Erzählungen den Blick immer wieder auf den Einzelnen und sein Schicksal sowie auf unscheinbare und doch so vielsagende Details richtet. Nun liegen, aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein übersetzt, ausgewählte Essays Grynbergs aus den letzten drei Jahrzehnten erstmals auf Deutsch vor. Diese haben an Aktualität und Bedeutung jedoch nichts verloren. Zwar umfasst beispielsweise Grynbergs umfassender Essay über den Holocaust in der polnischen Literatur nur die Zeit bis 1984. Er eröffnet aber paradigmatische Fragestellungen und Perspektiven, die man als Leser problemlos auf die zahlreichen später erschienenen Werke mit viel Gewinn anwenden kann. ...

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978-3-8379-2551-7
Titel
Zeugenbetreuung von Holocaust-Überlebenden und Widerstandskämpfern bei NS-Prozessen (1964-1985)
Untertitel
Zeitgeschichtlicher Hintergrund und emotionales Erleben
Kurzbeschreibung

In den Frankfurter Auschwitz-Prozessen von 1963 bis 1968 wurden mehrere hundert ehemalige Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers als Zeugen vor Gericht gehört. Oftmals bedeutete für die überwiegend nicht in Deutschland lebenden Menschen schon die Reise in das Land der Täter eine große psychische und physische Anstrengung, die durch die Angst vor dem Prozess und der direkten Begegnung mit den Tätern häufig noch verstärkt wurde. Zudem glichen die Befragungen der Zeugen vor Gericht oft eher anklagenden und verhöhnenden Verhören, in denen die Wahrhaftigkeit der Aussagen vielfach angezweifelt und penibel hinterfragt wurde. ...

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978-3-8062-3216-5
Titel
Ohne Haar und ohne Namen
Untertitel
Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
Kurzbeschreibung

„Als Grete nach Ravensbrück kam, war es August und das Lager erlebte gerade seinen zweiten Sommer. Vor den Toren plätscherte der Schwedtsee zwischen dem Schilfrohr im warmen Sommerwind. Drinnen sah sie zu ihrem Erstaunen rote Blumenbeete; vor ihr lag eine Art Straße, gesäumt von 16 hölzernen Blocks, alle angestrichen, und neben jedem stand ein kleines Bäumchen“ (S. 88). Dieser erste Eindruck, den die Schriftstellerin Margarete Buber-Neumann, die als Kommunistin bereits den stalinistischen Gulag erfahren hatte und 1940 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück überstellt wurde, vom Lager erhielt, täuschte grob. ...

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978-3-633-54277-2
Titel
„Mit meiner Vergangenheit lebe ich“
Untertitel
Memoiren von Holocaust-Überlebenden
Kurzbeschreibung

„Sie sind ein Hunderttausendstel des Gesamtbildes des Holocaust, die anderen Geschichten liegen in den Massengräbern“ (S. 10), schreibt Ivan Lefkovits im Begleitheft zu der von ihm herausgegebenen Serie von Holocaust-Erinnerungen, die jüngst in 15 Heften im Jüdischen Verlag erschienen ist. Dass diese Berichte überhaupt überliefert und nun in so schöner Gestaltung vorliegen, verdankt sich einer privaten Initiative in der Schweiz. 2006 fand sich eine kleine Gruppe von Mitgliedern der „Kontaktstelle für Überlebende des Holocaust“, ...

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978-3-8253-6144-0
Titel
Die Anfänge der deutschen Fremdwortlexikographie
Untertitel
Metalexikographische Untersuchungen zu Simon Roths „Ein Teutscher Dictionarius“ (1571)
Kurzbeschreibung

In dem Anfang des Jahres 2016 erschienenen Band 5 des grundlegenden germanistischen Nachschlagewerks „Frühe Neuzeit in Deutschland 1520 – 1620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon“ konnte dankenswerterweise auch ein Artikel zu Simon Roth aufgenommen werden, der in der Germanistik als Verfasser des ersten deutschen Fremdwörterbuchs gilt. Verfasst hat ihn Anette Kremer, und sie war dafür besonders geeignet, da sie zu den wenigen Menschen zählt, die sich in der jüngeren Vergangenheit mit Simon Roths Leben und Werk genauer befasst haben. ...

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978-3-11-029568-9
Titel
Handbuch Sprache und Wissen
Untertitel
Kurzbeschreibung

Mit dem vorliegenden „Handbuch Sprache und Wissen“ legen die beiden Herausgeber den Einleitungsband zu einer Reihe mit dem Titel „Handbücher Sprachwissen“ (HSW) vor. Im Unterschied zu den „Handbüchern zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft“ (HSK) sollen die Bände dieser Reihe indessen eher praktisch-faktenorientiert und weniger theoretisch-problemorientiert angelegt sein: „Eine so verstandene phänomenorientierte Perspektive will in besonderer Weise der Tatsache Rechnung tragen, dass Sprache den primären intellektuellen Zugang zur Welt vermittelt, den Austausch über ihre Erscheinungen ermöglicht und dabei die Art und Weise des Erkennens und Handelns entscheidend prägt“ (x). Vor diesem Hintergrund erscheinen der Titel des Bandes wie derjenige der ganzen Reihe bewusst doppeldeutig gewählt – geht es nämlich sowohl um „Wissen über Sprache“ als auch um „Wissen durch Sprache“ (ix). ...

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978-3-406-68828-7
Titel
Luther, der Ketzer
Untertitel
Rom und die Reformation
Kurzbeschreibung

Mit historischen Jubiläen, die an Ereignisse oder Persönlichkeiten von herausragender Bedeutung erinnern, geht regelmäßig ein immenses Publikationsaufkommen einher, das sich indes zunehmend in die Jahre vor dem eigentlichen Festakt verlagert. Die Menge der Neuerscheinungen korreliert dabei freilich nur selten mit den darin enthaltenen neuen Erkenntnissen. Auch im Vorfeld des 500jährigen Reformationsjubiläums ist die Zahl der Bücher zu Luther und der Reformation bereits rapide angestiegen, sind doch allein in der sog. Reformationsdekade bereits annähernd ein Dutzend neuer Lutherbiografien veröffentlicht worden. Volker Reinhardts jüngstes Werk „Luther, der Ketzer“ fügt sich hingegen nicht nahtlos in die Reihe der Überblicksdarstellungen zu Luthers Vita ein, sondern konzentriert sich auf einen Aspekt, der bislang zwar mitnichten völlig unberücksichtigt geblieben ist, meist jedoch nur nebensächlich behandelt wurde:  ...

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978-3-86971-122-5
Titel
Der Traum vom Jahre Null
Untertitel
Autoren, Bestseller, Leser: die Neuordnung der Bücherwelt in Ost und West nach 1945
Kurzbeschreibung

Die Beschäftigung mit der deutschsprachigen Literatur der Nachkriegszeit ist sowohl in der Wissenschaft als auch in der populärwissenschaftlichen Literatur breit berücksichtigt worden. Es finden sich etwa Studien über die Wechselwirkungen zwischen der alliierten Kulturpolitik bis 1949 und der (deutschen) Nachkriegsliteratur, über die inhaltliche, literarisch‑stilistische Entwicklung vor und nach der Gründung beider deutscher Staaten (oftmals nur in Bezug auf die BRD oder die DDR) in der deutschsprachigen Literatur oder auch über den Literaturbetrieb oder die Literaturvermittler, wie etwa die Gruppe 47. Der studierte Germanist und Publizist Christian Adam positioniert sich mit seiner Veröffentlichung „Der Traum vom Jahre Null. Autoren, Bestseller, Leser: Die Neuordnung der Bücherwelt in Ost und West nach 1945“  ...

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978-3-86930-949-1
Titel
Vergiss deinen Namen nicht
Untertitel
Die Kinder von Auschwitz
Kurzbeschreibung

„Kinder in Auschwitz: Das ist der dunkelste Fleck im Meer der Leiden, der Verbrechen – des Todes mit seinen tausend Gesichtern“ (S.7), schreibt Alwin Meyer in seinem Vorwort. Mit dieser Metapher gelingt es ihm gleich zu Beginn, Worte für Verbrechen und Gräueltaten zu finden, für die man nur schwer adäquate Formulierungen findet, denn das Leid der Kinder von Auschwitz macht den Zivilisationsbruch im Dritten Reich wohl am deutlichsten: Der (heute) allgemein geltende Schutz für Kinder wurde hier ins radikale Gegenteil verkehrt. Diesem Zivilisationsbruch nähert sich Meyer, indem er verschiedene Lebensgeschichten von Kindern in Auschwitz in einem umfassenden Werk gesammelt hat. Sie sind das Ergebnis einer langjährigen Spurensuche durch viele Länder, wo Meyer lange und ausführliche Gespräche mit damaligen Kindern von Auschwitz und ihren Angehörigen führen konnte. ...

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978-3-8353-1658-4
Titel
Phantomgrenzen
Untertitel
Räume und Akteure in der Zeit neu denken
Kurzbeschreibung

Anhand von Fallstudien wird in dem Band von Béatrice von Hirschhausen und anderen von Überbordungen, Überlappungen „heute existierende[r] politische[r] Grenzen in Europa“ (S. 13) aus- und dabei „interdisziplinär und induktiv“ (S. 8) vorgegangen. Auffällig dabei ist die Präferenz für „Ost- und Mitteleuropa“, scheint da doch „die politische Landkarte bis in die Gegenwart beweglicher als in Westeuropa“ (S. 26).

Band 1 der Reihe ‚Phantomgrenzen im östlichen Europa‘ beansprucht „programmatischen Charakter“, definiert das ‚Konzept‘, „präzisier[t] sein heuristisches Potential“ und positioniert sich „zwischen strukturalistischen Zugängen“ und „konstruktivistischen Betrachtungsweisen“. ...